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Leitfaden für den Umgang mit 3D-Bildgebung in der Implantologie

Der Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) hat auf seiner Europäischen Konsensuskonferenz (EuCC) Ende Februar in Köln gemeinsam mit Wissenschaftlern und Praktikern aus Deutschland und Europa ein Konsenspapier erstellt, das als Leitfaden für 3D-Diagnostik und 3D-Therapie in der Implantologie dienen soll. Auf der IDS 2009 wurde dieser Leitfaden erstmals vorgestellt.

Zum Leitfaden

Das Konsenspapier definiert und beschreibt den Umgang mit 3D-Bildgebung in der Implantologie und soll die implantologisch tätigen Zahnärzte in Deutschland und Europa bei der Frage unterstützen, in welchen Fällen eine DVT-Aufnahme sinnvoll ist.

Mit Einführung der digitalen Volumentomografie (DVT) steht neben der Computertomografie (CT) ein dreidimensionales Röntgenverfahren zur Verfügung, das es erlaubt, überlagerungsfreie Schichtbilder in hoher räumlicher Auflösung bei geringerer Strahlenbelastung zu erzeugen. Das Konsenspapier beschreibt dazu fünf Indikationen:

1. Präimplantologische Diagnostik
2. computerunterstützte Implantatplanung
3. computerunterstützte dynamische und statische Navigation
4. postoperative Evaluierung von Implantaten
5. andere Indikationen

Der Konsens basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Publikationen verschiedener Evidenzgrade zum Einsatz der dreidimensionalen Bildgebung in der dentalen Implantologie und schließt das herkömmliche zweidimensionale Röntgenverfahren mit ein. Dieses könne zur präimplantologischen Diagnostik und zur Behandlung von Standardfällen durchaus ausreichend sein, heißt es in dem Papier. Allerdings sei in Fällen mit geringem Knochenangebot, die einen Knochenaufbau oder Implantationen in direkter Nähe zu sensiblen anatomischen Strukturen erfordern, eine weitreichende radiologische Diagnostik notwendig. Diese könne durch Aufnahmen in zweiter Ebene (z.B. transversale Schnitte) oder durch eine dreidimensionale Bildgebung erbracht werden.

„Die dreidimensionale Bildgebung bietet Vorteile in der Lokalisation von Implantaten relativ zur Anatomie und relativ zu anderen Implantaten“, lautet die Beschreibung der Indikation zur postoperativen Evaluierung von Implantaten. Einschränkend wird im Konsenspapier darauf hingewiesen, dass sich dreidimensionale bildgebende Verfahren durch die hohe Absorption von Röntgenstrahlen eines Titan- oder Keramikimplantates und die damit verbundene Erzeugung von Artefakten weniger zur Beurteilung des Einheilvorganges von Implantaten eignen. Eine dreidimensionale Bildgebung sei zum Ausschluss von Nervläsionen erforderlich. Zum Ausschluss von Verletzungen wichtiger anatomischer Strukturen könne eine dreidimensionale Bildgebung ebenfalls erforderlich sein.

Das Konsenspapier wurde im Vorfeld des 4. Experten Symposiums des BDIZ EDI, das Ende Februar zum Thema „Implantologie ist dreidimensional“ in Köln stattgefunden hat, von Hochschulvertretern und Praktikern im Rahmen der 4. Europäischen Konsensuskonferenz (EuCC) diskutiert und erarbeitet. Als mögliche andere Indikationen für eine dreidimensionale Röntgendiagnostik einigten sich die Teilnehmer auf die folgenden Punkte: dentoalveoläre pathologische Veränderungen, odontogene Tumoren, Knochenpathologie und –strukturanomalien; Kieferhöhlenerkrankungen; Speichelsteine; Kiefergelenkerkrankungen; Zahn- und Kiefer-Gesichts-Traumatologie sowie die Diagnostik und Operationsplanung bei komplexen Fehlbildungen.

Die 3D-Diagnostik in der Implantologie markiert den Themenschwerpunkt des BDIZ EDI in seinem Jubiläumsjahr 2009. In diesem Jahr wird der Verband 20 Jahre alt. Höhepunkt des Jahres wird das Jubiläumssymposium „20 Jahre BDIZ EDI“ am 9. und 10. Oktober 2009 in München sein, wo es neben 3D-Diagnostik und computergestützter Implantologie auch um Abrechnung und Recht gehen wird.


BDIZ e.V.


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